Luzern zum Pilatus: Welchen Zug sollte man nehmen?
Ich verstehe, warum diese Frage immer wieder auftaucht: „Von Luzern zum Pilatus – welcher Zug?“ klingt, als ließe sich die Frage mit einem Wort beantworten, aber das tut sie nicht. Es fährt nicht einfach ein Zug von der Stadt bis zum Gipfel. Man braucht zwei Züge, manchmal kommt noch ein Schiff dazu, und welche Kombination sinnvoll ist, hängt ehrlich gesagt von der Jahreszeit und der Eile ab.
Warum gibt es nicht nur einen Zug?
Weil Berge nicht so einfach zu befahren sind. Der Pilatus Kulm liegt weit über der Stadt, und es gibt keine direkte Gleisverbindung vom Bahnhof Luzern zu einem so hohen Gipfel – so ist das einfach nicht gebaut. Die Route führt zunächst durch ein kleines Städtchen am See, Alpnachstad. Dorthin gelangt man mit einem normalen Zug oder, wenn man die malerische Variante bevorzugt, mit dem Schiff. Erst dort angekommen, steigt man in die Bahn um, die den eigentlichen Anstieg bewältigt.
Wenn Ihnen also jemand sagt: „Nehmen Sie einfach den Zug zum Pilatus“, überspringt er einen Schritt, ob bewusst oder unbewusst. Es sind eigentlich zwei Züge. Manchmal auch ein Schiff, dazu später mehr.
Zuerst: der Regionalzug, nichts Besonderes.
Dieser Teil ist absichtlich etwas langweilig. Ein regulärer SBB-Zug fährt von Luzern nach Alpnachstad, die Fahrt dauert etwa 20 Minuten, er verkehrt mehrmals pro Stunde und ist im Swiss Travel Pass bereits enthalten. Das war's im Prinzip. Niemand erinnert sich an diesen Teil der Reise. Er bringt Sie einfach zum Startpunkt der Bergbahn.
Dann: die Zahnradbahn, die gemeint ist, wenn man fragt:
Das ist die Bahn, die sich jeder vorstellt. Von Alpnachstad aus zieht die Pilatusbahn Sie mit einer Steigung von 48 % hinauf, und soweit bekannt, ist sie damit die steilste Zahnradbahn der Welt. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Die Waggons sind schräg angeordnet, sodass man auch auf steilen Streckenabschnitten ungefähr waagerecht sitzt. Wenn sich die Neigung zum ersten Mal bemerkbar macht, ist das ehrlich gesagt ein ungewohntes Gefühl – nicht unangenehm, nur eben nicht das, was man von einem Zug erwartet. Gut zu wissen: Der Zug verkehrt nur von Mitte Mai bis Ende November. Außerhalb dieses Zeitraums fährt er gar nicht. Reservierungen sind nicht erforderlich, aber an sonnigen Wochenenden sollte man besser nicht reservieren, da die Warteschlange schnell lang wird. Im Winter fällt diese Strecke ohnehin weg; dann nimmt man die Seilbahn ab Kriens.
Es gibt auch eine Bootsoption, falls Sie Zeit haben.
Viele verzichten ganz auf die normale Zugfahrt und machen stattdessen die Goldene Rundfahrt: mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee nach Alpnachstad, dann mit der Zahnradbahn hinauf, anschließend mit Seilbahn und Gondel hinunter durch Kriens auf der anderen Seeseite und schließlich mit dem Bus zurück in die Stadt. Dauert zwar länger, aber wahr. Man hat die Möglichkeit, an einem Tag vier oder fünf verschiedene Transportmittel zu nutzen und den Berg aus nahezu jedem Blickwinkel zu sehen. Diese Option ist allerdings nur während der Bootssaison verfügbar, also etwa von Mitte Mai bis Mitte Oktober.
Welches Verkehrsmittel wählt man also? Wer einfach nur unkompliziert hoch und wieder runter möchte, nimmt den Regionalzug nach Alpnachstad und von dort die Zahnradbahn – zwei Etappen, fertig. Wer den Tag länger nutzen möchte, kann eine Strecke mit dem Boot und die andere mit der Seilbahn zurücklegen; die Richtung ist dabei nicht so wichtig. Außerhalb der Zahnradsaison trifft all das nicht zu, Alpnachstad fällt weg und Kriens ist die einzige Möglichkeit, den Berg zu erreichen.
All das ist jedoch irrelevant, wenn man gar nicht erst nach Luzern kommt.
Alles oben Genannte setzt voraus, dass man sich bereits in Luzern befindet, was nicht immer der Fall ist. Viele Reisende landen in Zürich und versuchen, den Pilatus am selben Tag zu besteigen. Genau da fängt es meist an, etwas durcheinander zu geraten: Zug nach Zürich, dann weiter nach Luzern und schließlich noch der Versuch, den Anschluss nach Alpnachstad zu koordinieren – und das zusätzlich zum Jetlag.
Ehrlich gesagt, würde ich in so einem Fall einfach einen privaten Transfer buchen, anstatt mich mit den Fahrplänen herumzuschlagen. Noble Transfer bringt Sie direkt vom Flughafen Zürich nach Luzern. So sparen Sie sich die Umstiege und haben noch fast den ganzen Tag Zeit für die Berge. Gerade wenn Sie mit Kindern oder mehr Gepäck reisen, als Sie zugeben möchten, ist das ein echter Vorteil.
Fazit
Wenn die Zug- und Schiffsverbindungen nicht zu Ihren Plänen passen, bringt Sie Noble Transfer auch direkt von Luzern nach Alpnachstad – ganz ohne Warten auf die nächste planmäßige Abfahrt und ohne lästiges Fahrpläne-Checken beim Frühstück. Und am Ende eines langen Tages, wenn ein weiterer Umstieg zu viel verlangt ist, ist es unbezahlbar, einen Noble Transfer – einen Mercedes oder manchmal sogar einen BMW – zu haben, der einen zurück ins Hotel bringt.
Zurück zu Ihrer eigentlichen Frage: Von Luzern nach Pilatus – welche Züge? Es gibt zwei Möglichkeiten. Bis Alpnachstad geht es mit dem Regionalzug, von dort mit der Zahnradbahn weiter.

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